Gut, dass wir drüber geredet haben.

Mal wieder Missstimmung in der Familie. Diesmal bin ich wohl schuld. Ich hatte eine Vorahnung und habe bei den Schwiegergeschwistern anklingen lassen, dass ich nicht unbedingt scharf auf Besucher im Krankenhaus bin. Das hat wohl jemand in den falschen Hals bekommen, daher hab ich gestern Abend nochmal präzisiert. Meine Ansage: Wenn alles gut geht, hoffe ich am nächsten Tag entlassen zu werden. In diesem Fall macht es keinen Sinn, uns im Krankenhaus zu besuchen. Falls ich länger bleiben muss, dann darf natürlich besucht werden.

Antwort heute früh: Na dann sehen wir das Baby eben nicht!

WTF? Haben die gedacht, dass sie sobald der kleine Ami da ist auf der Matte stehen können? Das ist wahrscheinlich der letzte ruhige Moment für uns drei und ich will da definitiv niemanden sehen. Schon garnicht, wenn ich gerade einen kleinen Menschen aus mir herausgedrückt habe. Selbst am nächsten Tag finde ich schon zeitig, aber darauf könnte ich mich zur Not noch einlassen.

Aber ernsthaft, wenn die sich nicht wieder einkriegen, dann werden wir ganz einfach niemanden informieren, wenn wir ins Krankenhaus fahren. Dann ist eine Woche später Besuchszeit (wie ich es eigentlich für alle außer die Großeltern angemessen finde).

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10 Antworten zu Gut, dass wir drüber geredet haben.

  1. tonari schreibt:

    Ich kann die Neugier der Gr0ßeltern ja gut verstehen, aber ein wenig Zurückhaltung wäre angebracht.
    (Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass gut verteilter Besuch eher ertragbar ist. Bei uns standen unangemeldet am Tag nach der Entlassung aus dem Krankenhaus 8 Menschlein in der Hütte, die alle nur mal gucken wollten… Was für ein Stress damals.)

  2. Inch schreibt:

    Naja, ich habe mich auch im Krankenhaus besuchen lassen. Dafür dann nicht zu Hause. Und ich bin immer noch der Meinung, dass es so am besten war. Zu Hause, da ist man nämlich damit beschäftigt, den Alltag neu zu ordnen, und das dauert schon ein paar Wochen. Da wird jeder Besuch zum Kraftakt. Im Krankenhaus aber, da müssen sich die Eltern um nichts kümmern. Du liegst entspannt im Bett, und spätestens nach zwei Stunden ist der Spuk vorbei. Ich würde mir das noch mal überlegen, an Deiner Stelle, ehrlich.
    Ps.: Übrigens kamen die ersten Besucher so 2-3 Stunden nach der Geburt. Nur kurz, aber sie kamen, das neue Familienmitglied zu begrüßen. Das waren bei der Großen die Großeltern, eine Tante und ein Onkel. (Die Urgroßoma kam erst am nächsten Tag), und beim Kleinen natürlich die Große, die Großeltern, der Bruder samt Familie.

  3. iTanni schreibt:

    wir würden erst mal keinen Informieren. Erst dann wenn wir uns dazu bereit fühlen, denn die ersten Stunden sind definitiv Familienzeit, da wird sich gegenseitig beschnuppert, bestaunt und gefreut. Da will ich niemanden sehen. Ich find es auch schon befremdlich wie manche unserer Freundinnen die rumschwängerten alles über ihre Schwangerschaft auf Fazebuk gepostet haben, inkl Utlraschallbilder. Ne, ne, neee. Meine zukünftigen 234 Häschen werden erst mal abgeschirmt! Paparazzi kommen dann später…..von mir aus auch zu Hause 🙂

  4. Lydia schreibt:

    Also ehrlich, jemand der „Schliefer“ sagt, auf der anderen Seite der Welt wohnt und auch noch schwanger ist?! Zufall? Schicksal?? Ich freu mich jedenfalls und werde hier mal ein wenig mitlesen. Wir scheinen einiges gemeinsam zu haben (bis auf die Wahl des Wohnortes).
    Ich habe mich beim Großen auch lieber in der Klinik besuchen lassen. Mir war es wichtig, allein zu Hause anzukommen. Ich wollte sagen können: „Guck, hier wohnst du die nächste Zeit. Das ist dein erstes Zuhause!“ Das war sehr schön. Diesmal will ich gern sofort nach der Geburt heim. Das Problem: Irgendjemand muss ja auf den Großen aufpassen. Und wenn ich Pech habe, dann hockt dieser Jemand dann halt da, wenn ich dem Baby sein erstes Zuhause zeige. Das macht mich etwas wehmütig. Vom Schweigen am Telefon, als ich den werdenden Großeltern sagte, sie brauchten nicht eine Woche nach ET zu kommen, da sei das Baby ja voraussichtlich schon da, bekam ich aber auch ein schlechtes Gewissen. Natürlich ist es da schon da, wir wollen es ja sehen – so klang es. Aber ich will das diesmal nicht. Ich will diesmal meine Ruhe. Mal sehen, wie es wird 🙂
    (Manchmal hoffe ich, es geht einfach völlig unverhofft zwei, drei Wochen zu früh los, der Große ist gerade bei der Tagesmutter und wir rufen am Abend die Großeltern an, alles sei vorbei und v.a. gut und man melde sich, wenn man bereit für Besuch sei. Wünsche wird man ja haben dürfen 😉 )

    • Hab gerade mal bei dir reingeschaut. Erstes Kind Mitte März und ein Junge!? 🙂 Schön, wie bei mir. Und das Tippspiel klingt lustig, mal sehen, ob ich sowas auch noch machen kann. Und wo sagt man denn noch Schliefer? Bei mir ist es Thüringer Wald Erbe.

      Ein Geschwisterkind macht die Sache ja noch etwas komplizierter. Man will den Großen ja auch nicht dass Gefühl geben, dass sie jetzt abgeschrieben sind. Ich drücke dir die Daumen, dass es ganz nach Wunsch abläuft. Immerhin hast du ja eine gewisse Routine und weißt ungefähr, was auf dich zukommt.

  5. Vielen Dank für eure Kommentare. Es scheint ja doch verschiedene Meinungen zu geben, wann der beste Zeitpunkt ist. Ich glaube, was mich so aufgeregt hat, war vor allem die Tatsache, dass da diskutiert und gebockt wurde. Anstatt zu sagen, OK, wann immer ihr bereit seit, sagt uns Bescheid und wir kommen kurz vorbei. Aber nein, da wird geschmollt und ein Riesendrama um etwas gemacht, dass noch nichtmal in trockenen Tüchern ist. Das macht mich nicht unbedingt geneigter, sofort einzuladen, da ich befürchten muss, dass dann auch bei anderen Dingen beleidigt reagiert wird (wenn es mir nach 10 min zu viel wird und ich alle bitte, zu gehen, z.B.).

    @tonari: 8! 😯 Das wären mir auch zu viele.

    @Inch: Ja, entspannt im Krankenhaus ginge theoretisch. So kurz nach der Geburt kommt natürlich darauf an, wie es mir geht. Falls der kleine Ami aber abends kommt und ich am nächsten Tag entlassen werde, dann will ich auch keine Besucher. Bei zwei oder mehr Tagen Krankenhaus sähe die Sache schon wieder anders aus.

    @iTanni: Oja, Facebook-Schwangerschaften! 🙄 Hab da gerade so einen Fall in der Freundesliste, da wird jeder neue Schwangerschaftsstreifen dokumentiert. Vom werdenden Vater. :-/

    • Kralle schreibt:

      Ohne dir nach dem Mund zu reden – der richtige Moment ist wann ihr soweit seid.
      Aber man kann den Großeltern nicht gerecht werden. Die müssen ihre Rolle auch erst finden und lernen. Naja, wie ihr auch. Vor allem mein Paps schnappt noch gerne mal ein, wenn er mit der Besuchsstatistik nicht ganz einverstanden ist. Weites Feld!!

  6. Silberdistel schreibt:

    Ich finde auch, Besuchsplanung ist doch okay – für Mutter und Kind auch stressfreier. Dass alle gespannt sind auf den Nachwuchs, ist ja keine Frage. Dennoch würde ich als Besuchswilliger fragen, wann es denn passt. Gehört sich einfach so, finde ich.
    LG von der Silberdistel

  7. Pingback: Endspurt | Briefe aus Providence

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