Babyblues

Ich hab mich gestern bei den Hasen ziemlich ausgekotzt, was das Kinderkriegen in den USA angeht. Wißt ihr eigentlich, wie gut ihr’s habt, ihr Meckerdeutschen? 😀 Ich hab immer noch nicht rausbekommen, ob meine Krankenkasse die Entbindung voll bezahlt oder ob ich hinterher eine fette Rechnung vom Krankenhaus bekomme. Von 4000 bis 10.000 Dollar hab ich schon alles gehört. Eine „normale“ Entbindung kostet wohl 7.540 Dollar. Darin enthalten sind 900 Dollar Anästhesie, 500 Dollar Labortests, 200 Dollar Radiologie (?) und 200 Dollar für Medikamente. An Kaiserschnitt will ich garnicht denken, da kann man sich sicher ein schönes Auto von kaufen.

Mutterschutzurlaub ist auch so ein Witz. Mein Chef ist zum Glück meiner Meinung, daß 6 Wochen nach der Entbindung zu früh ist, um wieder voll arbeiten zu gehen. Aber gesetzlich sieht’s eben so aus. 6 Wochen Mutterschaftsurlaub (unbezahlt natürlich, war doch klar, oder) und dann zurück zum Job oder du bist ihn los. Wie das die Mütter hier machen mit 4 Stunden Schlaf pro Nacht, weiß ich auch nicht.

Aber Geld ausgeben, das sollen sie. Ich war zweimal im Babies r us, dem Laden wo sich hier praktisch alle Eltern einrichten. So viel überteuerten Schrott auf einen Haufen! Wenn’s wenigstens billig wäre, dann könnte ich es ja verstehen, aber wer will denn 300 Kröten für ein Kinderbett ausgeben, das made in China ist? Ob der Lack schadstoffgeprüft ist, konnte ich auch nicht rausbekommen. Hmpff. Das arme Kind bekommt auch keinen Windelwärmer, keinen Feuchttuchwärmer, keine Vollbeschäftigungsanlage mit Musik, Blinklichtern und automatischer Wippfunktion und keine Krippe mit eingebauter Nachtmelodie. Böse Rabeneltern, die wir sind…

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13 Antworten zu Babyblues

  1. iTanni schreibt:

    Nur gut das ich immer Kotzkübel bereit stehen habe 😀
    was dabei rauskommt (mit dem ganzen Scheißkram) haben wir ja beim „Weltuntergang“ gesehen. Der hat nämlich alles und das 2te Kind bekommt das auch alles *kreisch* Wenn du hier gute arbeit finden könntest ……….. ich versuche das schon seit 10 Jahren! Boah! *schmoll* Teilzeit, 450€ Jobs aber nie Vollzeit und falls doch dann nur als Vertretung. Den Rabeneltern mal nen Gen-freien Lolli reich 😉 Oder darfs ne Dose Genfreier Mais sein? 😉

  2. Inch schreibt:

    Au. Das sollten sich wirklich mal alle hier meckernden und überforderten Mütter durchlesen. Nur. 900 Dollar Anästhesie, wofür braucht es die?

    • Na für die PDA (hierzulande epidural genannt)! Ohne Betäubung gebärt hier keine. 🙄 Die ganz schlauen haben ’nen Kaiserschnitt zum Wunschtermin. Und wer stillt, kann gleich schonmal das Geld für die Brust-OP sparen. Selber schuld, wenn man sich auf sowas animalisches einlässt.

      Ich hab meinem Arzt schon vorgewarnt und ihm erklärt, was ich alles nicht will, wenn nicht medizinisch nötig (epidural, permanenter Venenzugang, permanenter Babymonitor, Tropf, ect.). Er sieht es zum Glück gelassen und macht es mit.

      • Inch schreibt:

        Au, bist Du sicher, dass Du DORT entbinden willst? 😉

        • Ja, ist schon OK. ich hab ein bissel übertrieben. Man muss den ganzen Kram nicht machen, nur wissen das hier die wenigsten Frauen, da ein Geburtsvorbereitungskurs nicht von der KK bezahlt wird. Und wenn’s der Arzt empfiehlt, dann stimmen die meisten eben zu.

          Wunschkaiserschnitt hab ich auch schon von deutschen Frauen gehört, genauso wie PDA von Anfang an. Wir haben uns gründlich vorbereitet und wissen, was auf uns zukommt. Und das Krankenhaus gehört zur Uni, die sind auch auf Hippiemütter eingestellt. 😀 Ich finde es nur schade, dass es kein Geburtshaus in der Nähe gibt – denn das wollte ich eigentlich immer haben anstelle des Kreißsaals.

          • Inch schreibt:

            Ja, das höre ich auch immer hier von den jungen werdenden Müttern. PDA. Anfangs musste ich erst mal fragen, was das ist. Hatte für mich nichts mit einer normalen Geburt zu tun. Aber mein Au bezog sich nicht nur aufs Krankenhaus. Ich finde auch, was Du sonst noch so beschreibst, ziemlich befremdlich.Ich meine von wegen nach 6 Wochen wieder arbeiten gehen..

          • Ja, gruslig. Vor allem, weil das Gehalt dann trotzdem fast vollständig für die Kinderbetreuung draufgeht, da es keine staatlich unterstützten Tagesstätten gibt. Wer Glück hat, wohnt in der Nähe der Eltern, wenn nicht, Pech gehabt.

            Ich kann es mir zum Glück leisten, länger Zuhause zu bleiben, daher bin ich doch ziemlich gelassen. Ärmere Familien, die auf das zweite Gehalt angewiesen sind, die tun mir dagegen leid. Nicht so sehr, weil es unbedingt schadet, das Kind früh in den Kindergarten zu geben, sondern weil es keine Alternative gibt. Und dann wird versucht, das schlechte Gewissen dadurch zu erleichtern, dass man die Kinder mit Zeugs überhäuft. Das hilft weder dem Geldbeutel, noch den Kindern.

  3. Jan schreibt:

    Was kosten Papiertaschentücher oder Servietten? Geniales Babyspielzeug kann so billig sein!
    Oh – und Geschenkpapier… ein Traum!

  4. iTanni schreibt:

    Also dann schick ich dir einen großen Karton mit Maisdosen 😉 Dann hast du gesunde Ernährung samt Babyspielzeug. Also wir wollen unsere Kinder (sofern mal produziert) auch nicht allzu früh in die Kinderbetreuung geben, der BW will dann lieber selbst rumspielen und das Kind verziehen *lach* aber drüben….allein die Kliniken sind mir nich so ganz geheuer…. also früher hamse eh alle zu Hause entbunden, gibtes da net so was wie ne Geburtsklinik wo du alles zur Verfügung hast inkl warmer Wanne und son Kram? Was ist eigentlich wenn ich hier gebäre und dann mit dem BW in die USA zurückwill. Sind die Kinder dann ……..äh………ach ich bin verwirrt.

    • Ich bin ja DDR-Kind, daher hab ich kein Problem mit Kindergärten, ganz im Gegenteil 🙂 (zum Betrüben meiner SchwieMa, die Daycare für anderen Enkel macht). Aber eben nicht mit 2 Monaten!

      Wie das mit der Nationalität aussieht, weiß ich nicht. Meins bekommt beide (amerikanisch weil hier geboren, deutsch weil deutsche Mutter). Müsste bei euch ja ähnlich sein, Obama hatte ja auch nur einen amerikanischen Elternteil, oder?

      Geburtshäuser gibt es leider hier in der Nähe nicht. Nur ein sog. alternatives Geburtszentrum im Krankenhaus. Praktisch ein etwas besser eingerichtetes Zimmer mit Pool und Dusche. Ich werde berichten, wie es war. Raus musses ja irgendwie. 😉

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