From Russia with love

Was dem Deutschen der Schnellkochtopf, ist dem Amerikaner der Crockpot oder Slow Cooker. Ich will mich jetzt nicht darüber auslassen, was diese Vorlieben über die jeweiligen Nationen aussagt, sondern nur mal kurz schwärmen, wie toll so ein Teil ist (also der Crockpot). Wie der Name schon sagt, ist es ein Gerät, dass ganz langsam kocht. Es besteht aus einem Keramiktopf, der in einem elektrischen Heizer steckt und von unten und der Seite aufgeheizt wird. Man schmeißt alles rein, was man haben will, schaltet es an und hat nach 4-6 Stunden ein mehr oder weniger schmackhaftes Gericht.

Der Slow Cooker ist für uns aus mehreren Gründen sehr praktisch. Meistens kommt der HA eher als ich nach Hause, kann aber nicht kochen. Wie alle Männer hat er aber abends großen Hunger und wird unleidlich, wenn er nicht gleich was essen kann. Das bedeutet, dass wir entweder getrennt essen (nicht so toll), er was auswärts besorgt (teuer und auf Dauer eher lästig) oder hungernd auf mich warten muss. Also versuche ich, vorzukochen. Bzw. lasse koche, denn dieses Wunderteil erledigt das tagsüber, ohne dass jemand am Herd stehen muss.

Im Moment probiere ich gerade, was geht und was nicht. Hervorragend funktionieren z.B. Hülsenfrüchte aller Art. Die können schön langsam vor sich hin köcheln und werden ganz weich. Nicht so toll ist alles mit frischem Gemüse. Nach 5 Stunden auf kleiner Flamme zerfallen auch die festkochendsten Kartoffeln und das härteste Wurzelgemüse zu Brei (vom Vitaminverlust ganz zu schweigen). Es gibt programmierbare Slowcooker, die nach einer bestimmten Zeit abschalten, aber meiner kann das leider nicht. Evtl. probier ich mal noch mit einer Zeitschaltuhr herum, aber Gemüseeintöpfe sind erstmal gestrichen.

So, und jetzt komme ich zum Blogtitel. Soljanka aus dem Crockpot schmeckt sehr gut. So gut, dass zum ersten Mal seit ich für den HA koche, keine Leftovers übrig sind. Das nehm ich jetzt mal als Kompliment 🙂

Hier das Rezept (dank an meine Mutti 🙂 )

1 Glas Letscho
Wer wie ich im kapitalistischen Ausland lebt, nimmt statt Letscho je eine rote und grüne Paprika, eine Dose Schältomaten und eine Chilischote
5 Scheiben Jagdwurst, Leberkäse, Salami oder ähnliches
3 saure Gurken samt Brühe
Zwiebel, Paprika, Ketschup und Chilipulver

Kleingeschnittene Wurst anbraten und mit dem Letscho, den kleingeschnittenen Gurken und Zwiebeln in einen Topf geben. Mit Gurkenbrühe, Ketschup, Chili und Ketschup abschmecken und kochen, bis alles weich ist. Mit saurer Sahne und Toast servieren. Schmeckt durchgezogen am besten.

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4 Antworten zu From Russia with love

  1. Inch schreibt:

    Oh, danke für das Rezept. Ein ordentliches für Soljanka hatte ich bis jetzt noch nicht.

  2. iTanni schreibt:

    oooooooooooh *sabber* …… erinnert mich an verfressene Tage bei „meinen Russen“ ich könnts ja auch mal selbst probieren….. obwohl da steht noch einiges auf der Liste …diese Pilmeni (frag misch ned wie man des schreibt) und die Salate….. boah ich muss zurück nach Djörmeni und die besuchen *auf-tastatur-sabber* ……Rezept-ausdruck-und-rum-koch…… 😀

    • Gab’s da auch immer Hering im Pelzmantel? Ich würde es ja gerne mal wieder machen, aber das ist so aufwendig (ganz zu schweigen von der Frage, wo ich Salzheringe herbekomme), dass ich mich nicht traue. Am Ende schmeckt es keinem und ich muss es alleine aufessen.

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