New York I

Freitag mittag ging es los. Ursprünglich sollte es nur ein ganz normaler Wochenendausflug in den Big Apple werden, doch dann habe ich in einem umnachteten Augenblick zugestimmt, das Fahrrad als Transportmittel vor Ort zu nutzen.
Fahrradfahren in den USA ist wie Siedeln im Wilden Westen. Eigentlich gibt es Regeln und Gesetze, aber praktisch herrscht Faustrecht und den Sheriff kümmert’s erst, wenn es Verletzte gibt. So kam es dann, daß mein Begleiter (erfahrener New York Radler) regelmäßig Manöver vorführte, die meinen Blutdruck hochtrieben und für die ich ihn als Autofahrer vom Rad gezerrt hätte.

Dementsprechend hing ich als braver Deutscher am Anfang ständig mind. eine Ampelphase hinterher, da ich im Gegensatz zu den Amis Hemmungen hatte, bei Rot über Ampeln zu fahren, nur um aus den Autoreihen rauszukommen. Nachdem auch mein Gehirn begriffen hatte, daß es sicherer ist, vor den Autos zu sein als zwischen ihnen, ging es doch ziemlich geschmeidig vorran. Zur Belohnung für die Strapazen gab es nächtliche Skyline von Manhattan, als wir über die Manhattan Bridge nach Brooklyn geradelt sind 🙂

Früher am Abend waren wir im Koreanischen Viertel zum Abendessen. Im Restaurant war ich dann die einzige „white Caucasian“. Geschmeckt hat es trotzdem.* (Fortsetzung folgt, für heute bin ich geschafft!)

Ach ja, wie versprochen:
Bitte mal alle Bescheid sagen, wenn die Karten angekommen sind 🙂

* Ich merke gerade, daß das irgendwie komisch klingt. Ich wollte eigentlich nur sagen, daß sowas immer ein gutes Zeichen ist, was die Authenzität anggeht. Ein Chinese in dem nur Weiße rumsitzen ist meist keine gute Idee…

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter unterwegs abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu New York I

  1. Inch schreibt:

    Mach ich. Bescheid sagen, meine ich. Fahrradfahren in New York? Das klingt mir ein bißchen wie Abenteuerurlaub à la Wildwasserkanu in fremden unbesiedelten Gebieten oder free solo an brüchigem Sandstein.

    • Wobei ich das Wildwasser vorgezogen hätte. Am Anfang kam ich mir sowas von fehl am Platz vor! Ich bin ein erfahrender Fahrradpendler. In Deutschland. Hier mußte ich erstmal die „Etikette“ von Null an lernen. Irgendwann hat man dann den Dreh raus…

  2. Tanni schreibt:

    😦 ich will auch menno *aufstampf* Grundsätzlich gilt: in Amsterdam und New York niemals an roten Ampeln anhalten. Das Gefühl als einziger irgendwie nicht dazu zu passen…ala Caucasian kenn ich auch.. aaaaaaber man gewöhnt sich dran. Happy Big Apple! 🙂

    • Oh no! Hab gerade die Nachricht gelesen 😦

      Ich laß mir was einfallen, ok 🙂

      Amsterdam also auch? Dabei hab ich den Amis von den Niederlanden als Fahrradparadies vorgeschwärmt (wobei das ja trotzdem noch stimmt).

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s